In den letzten Jahren greift der Formalismus und Optimierungswahn – gefühlt – immer mehr um sich. Es fühlt sich an als würden wir immer mehr nebenbei leisten müssen und dafür sollen wir auch noch Nachweise erbringen, die von anderen kontrolliert werden. Das und das Bild von unendlichen Prozessketten haben wir alle im Kopf, wenn es um das Thema Qualitätsmanagement geht. Dabei ist Qualität uns allen wichtig, in der Arbeit wie im täglichen Leben. 

Nun zu der Frage warum uns Qualitätsmanagement so schwer über die Lippen und von Hand geht. Um es vorweg zu nehmen, es ist eine Welt und Sprache die wir so erst einmal nicht verstehen. Wie bei jedem Problem, so gibt es auch hier Lösungen – und ich bin eine davon.

Diese international am weitesten verbreitet und anerkannte Norm wurde nun in der neusten Fassung der Revision 2015 mehr an die Dienstleistungen angepasst und ist dadurch auch ihr Thema geworden. Wie Sie wissen ist der Gesundheitsbereich seit 2004 aufgefordert – freiwillig – ein Qualitätsmanagement einzuführen und aufrecht zu halten. Dafür hat man Ihnen eine Übergangsfrist bis zum 01.07.2015 gewährt.

Dabei haben Sie es noch gut, die Bildungsträger und Lerndienstleister in Deutschland hatten eine dreijährige Übergansfrist und müssen eine Zertifizierung nachweisen.

Wobei, dass muss ich etwas revidieren, die Zertifizierung auch auf Sie zukommen wird. Ab dem 01.07.2015 werden – wie Sie wissen – die niedergelassenen Ärzte und Praxen überprüft und müssen ein QMS nachweisen, dabei spielt es keine Rolle welches. Beabsichtigt ist ab 2018 diese Überprüfungen unangekündigt durchzuführen, doch es ist auch ein gewisser Schutz in Sicht. Die „zertifizierten“ Ärzte und Praxen werden nicht in diese Überprüfung einbezogen, da Sie sich ja unterjährig von Dritten (Anerkannten Stellen, Zertifizierern) überwachen lassen. 

Das wird auch nicht mehr zu ändern sein, denn es sind zu viele die daran verdienen wollen.

Doch nun zu den Dingen ich für Sie tun kann:

  1. Die Normensprache verstehen (qmich)

  2. Ein individuelles QMS einführen (iQMS)

  3. Ihr iQMS aufrecht erhalten

  4. Sie durch eine Zertifizierung 
    führen

Es folgen zwei Lektionen, die Ihnen 
meinen Umgang mit iQMS aufzeigen

Ein individuelles Qualitätsmanagementsystem (iQMS), ist wie ein Maßanzug. Es muss auf Sie zugeschnitten, ggf. angepasst und natürlich bezahlt werden. Solang sich nichts ändert, wird Ihr iQMS passen. Nun mal ehrlich, wie lange passt Ihr Anzug?

Lektion 1 – die Hürden

Mit dem erstellen Ihres Qualitätsmanagementsystems (iQMS) bestimmen Sie auch die Anforderungen. Sie stellen damit jene Hürden auf über die Sie und alle Mitarbeiter später springen müssen.

Ein Beispiel 
In ihrer Ausbildung – Klinik – haben Sie jeden Tag Protokolle schreiben müssen, weil das QMS es von Ihnen verlangt hat.

Wenn mir so etwas vorgetragen wird, frage ich immer wo in der Norm steht das Sie jeden Tag ein Protokoll schreiben müssen. Ein versierter QMB wird mir antworten, dass das nicht in der Norm steht, sondern im Handbuch und in den Prozessen. Auf die Nachfrage warum es im Handbuch und/oder den Prozessen steht, wird die Antwort schon schwieriger. 

Tipp 1- legen Sie die Hürden einfach hin…

Es ist so einfach – es reicht für jeden wenn Sie in Ihrem QMS beschreiben, dass Protokolle zyklisch und nach Bedarf geschrieben werden. Nun reicht es, wenn Sie ab und an mal eine Teambesprechung protokollieren. Oder Sie auf einen Bedarf reagieren müssen, auch das beschreiben Sie und nicht irgendeine Norm.

Lektion 2 – der KVP

Der kontinuierliche Verbesserungsprozess… Prozessoptimierung um jeden Preis, das war bestimmt nicht Demnings Absicht als er den PDCA-Zyklus entwickelt hat. In seiner einfachsten Form ist und bleibt der PDCA nützlich!

Dieser Zyklus soll zur stetigen Verbesserung immer wieder wiederholt werden bis der Prozess perfektioniert ist… 

Tipp 2 – nicht alles muss verbessert
werden

Bitte übertreiben Sie nicht, Sie wären nicht da wo Sie jetzt sind wenn alles falsch wäre. Viele neigen dazu jeden Schritt in 3-4 Unterschritte aufzuteilen, dann haben Sie schnell 12-16 Punkte die Sie abarbeiten müssen. Und diese gesamten Punkte werden zu Prozessen die auch noch auditiert und zertifiziert werden sollen. Hier nutze ich gerne das nächste Sprichwort: „wer keine Arbeit hat, macht sich welche“

Sie sehen, es ist gar nicht so schlimm – wenn man weiß wie es geht. Heute wollte ich in diesem ersten Artikel nur ein Gefühl vermitteln und hoffe das Ihnen meine Art und Weise konveniert. Das ich Ihnen „qmich“ etwas näherbringen kann und darf. Denn eins kann ich hier nicht, Sie von der Last befreien ein QMS einzuführen, aufrecht zu halten und den interessierten Parteien nachzuweisen. 

Aber ich hoffe, dass es mir gelungen ist Ihnen ein wenig Lust zu machen.

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